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10 Mythen zum Thema Wärmepumpen

Bei der Auswahl des Heizsystems geht der Trend eindeutig in Richtung nachhaltige Energiesysteme. Sowohl Umweltbewusstsein als auch Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern spielt eine immer wichtigere Rolle.

 

Rund um das Thema Wärmepumpen verbreiten sich viele Mythen. Was ist wahr, was ist falsch? Hier die populärsten Irrtümer rund um das Thema Wärmepumpen:

 

Mythos 1: Wärmepumpen eignen sich nur für den Neubau

Auch beim Heizungstausch kommen Wärmepumpen zum Einsatz. Eine Wärmeabgabe über Heizkörper stellt keine Hürde dar, sofern die Vorlauftemperatur von 50 Grad Celsius nicht wesentlich überschritten wird. Bei höheren Vorlauftemperaturen arbeitet die Wärmepumpe nicht mehr so effizient.

 

Mythos 2: Wärmepumpen sind Stromfresser

Es ist richtig, dass die Wärmepumpe für den laufenden Betrieb Strom benötigt. Allerdings ist die erforderliche Menge viel geringer als oftmals behauptet. Effiziente Wärmepumpen benötigen heutzutage nur mehr 20 % Stromeinsatz um 100 % Wärme zu erzeugen.

Vergleicht man die laufenden Betriebskosten, so ist eine Wärmepumpen-Heizung mit Abstand am günstigsten. Als nächstes folgen Gas- und Pellets-Heizungen, wobei im Vergleich zu Wärmepumpenanlagen mit doppelt so hohen Betriebskosten gerechnet werden muss.

Hier ein Heizkostenvergleich für Neubau und Heizungstausch.

 

Mythos 3: Eine Wärmepumpe rechnet sich nicht

Kurzfristig gesehen stimmt dieses Argument. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass eine Heizungsanlage eine langfristige Investition ist, relativiert sich das Argument von selbst.

Wärmepumpen haben die niedrigsten Betriebskosten. Innerhalb von 10 Jahren können – bei einem durchschnittlich großen Einfamilienhaus – 6.000 bis 12.000 Euro an laufenden Kosten eingespart werden. Hinzu kommt, dass Erdreich-Wärmepumpen eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 Jahren haben. Andere Heizungsanlagen sind deutlich früher zu sanieren. Dadurch sind die wartungsarmen Erdreich-Wärmepumpen über 20 Jahre gesehen die günstigste Alternative.

 

Mythos 4: Bei einer Heizungsumstellung muss zuerst thermisch saniert werden

Bei einer thermischen Vollsanierung fallen Kosten in der Höhe von etwa 50.000 – 70.000 Euro an. Daraus ergibt sich laut einer Studie vom Dachverband Energie Klima eine Einsparung der gesamtjährlichen Kosten von ca. 11 Prozent. Die Amortisationszeit einer thermischen Sanierung für einen Einfamilienhaushalt beträgt laut Studie 33 Jahre.

Falls es die Vorlauftemperaturen zulassen (nicht deutlich höher als 50 Grad Celsius), ist eine Heizungsumstellung auf Wärmepumpe oftmals sinnvoller. Die Investitionskosten dafür betragen in etwa 35.000 Euro, wobei man mit einer gesamtjährlichen Kosteneinsparung von bis zu 35 Prozent rechnen kann. Die Heizungsumstellung amortisiert sich  laut Studie bereits nach 10 – 21 Jahren. (u.a. vom Heizsystem abhängig)

 

Mythos 5: Auf einem Erdkollektor wächst nichts

Auf dem Erdkollektor wächst Gras genau so, wie auch Sträucher oder Salat. Lediglich bei tiefwurzelnden Pflanzen (wie zB Kastanien) sollte man aufpassen. Da diese durch den Erdkollektor behindert werden, können sich diese Pflanzen nicht optimal entwickeln.

 

Mythos 6: Erdreich-Wärmepumpe rechnet sich gegenüber Luft-Wärmepumpe nicht

Betrachtet man lediglich die Anschaffungskosten, so sind Erdreich-Wärmepumpen aufgrund der Bagger-Arbeiten oder der Bohrung teurer als Luft-Wärmepumpen.

Allerdings haben Luft-Wärmepumpen eine geringere Lebensdauer. Luft-Wärmepumpen sind je nach Qualität 10 – 20 Jahre im Einsatz. Erdreich-Wärmepumpen haben hingegen eine Lebensdauer von 25 – 30 Jahren.

Hinzu kommt, dass Erdreich-Wärmepumpen 30-50 % weniger Betriebskosten haben.

 

Mythos 7: Mit einer Wärmepumpe wird es nicht warm

Bei Luft-Wärmepumpen kann es durchaus vorkommen, dass an besonders kalten Tagen elektrisch nachgeheizt werden muss.

Bei richtiger Dimensionierung und Konzeptionierung der Wärmepumpe und der entsprechenden Wärmequelle, kann jedes Haus mit Erdwärme ausreichend beheizt werden. Falls es dennoch nicht warm genug wird, liegt die Ursache häufig am Wärmeverteilsystem, und/oder an einer falschen Steuerung.

 

Mythos 8: hoher Sondendruck ist gefährlich

In der CO2-Tiefensonde entstehen Drücke von bis zu 45 bar.

Vergleichsweise beträgt der Druck in einem Dieselmotor bis zu 1.000 bar, die Bremsleitungen des Autos erreichen ca.100 bar und die Hydraulik eines Baggers 160 bar.

Bei SodaStream kommt das gleiche Betriebsmittel wie bei der CO2-Tiefensonde zum Einsatz, wobei bei SodaStream ein Druck von 60 bar entsteht.

 

Mythos 9: Kompressor hält nur 10 Jahre

Bei richtiger Dimensionierung und regelmäßiger Wartung hat der Kompressor eine Lebensdauer von ca. 50.000 Betriebsstunden. Dies entspricht einer Lebensdauer von 25 – 30 Jahren.

 

Mythos 10: Wärmepumpen sind laut

Qualitativ hochwertige Wärmepumpen sind bei richtiger Dimensionierung wesentlich leiser als günstigere Wärmepumpen. Der Geräuschpegel ist vergleichbar mit einer Waschmaschine oder einem Geschirrspüler.

Wichtig ist auch die Unterscheidung von Körper- und Luftschall.

Körperschall wird mittels Vibrationen über Boden und Wände übertragen. Deswegen wird bei Wärmepumpen auf sachgemäße Entkoppelung geachtet.

Luftschall breitet sich über die Luft aus. Dieser wird durch eine entsprechende Gehäusekonstruktion und Gehäusedämmung möglichst gering gehalten.

 

Kompetente Beratung sorgt für Klarheit

Im Bereich Wärmepumpe kursieren viele Gerüchte, welche sich bei näherer Betrachtung als Irrtümer herausstellen. Welche Art von Wärmepumpe die geeignetste ist, klärt sich rasch in einem professionellen Beratungsgespräch. Grundsätzlich gilt, dass bei qualitativ hochwertigen Anlagen und richtiger Dimensionierung sowohl niedrige Betriebskosten als auch eine lange Lebensdauer gewährleistet sind.

 

 

Interesse an einer Wärmepumpen-Heizung?

Dann lesen Sie auch den Beitrag über Fördermöglichkeiten

1 Kommentar

  1. Ida

    11. Juni 2018 - 10:29
    Antworten

    Danke, dass ihr mit alten Märchengeschichten aufräumt. Umweltbewusstsein und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern sind sehr guter Punkte, warum Wärmepumpen die Zukunft darstellen. Erdwärme ist definitiv eine wunderbare Option für jeden Haushalt.

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